Projekt Bild + Text

Angeregt durch einen Blogbeitrag auf kwerfeldein bin ich über die Kameltage gestolpert. Ein tolles Projekt! Will ich auch machen, hab ich sofort gedacht und überlegt wie ich es für mich alleine umsetzen kann. So ließ mich eine glückliche Fügung über John Berger stolpern, dessen Überlegungen über die Beziehung von Wort und Bild meine Lust zu Experimentieren unterstrich:

 

Die Fotografie - als Beweis unwiderlegbar, aber unsicher, was den Sinn angeht - erhält Sinn erst durch Worte.

Und die Worte, die für sich allein nur eine allgemeine Aussage sind, erhalten eine spezifische Authentizität durch die Unwiderlegbarkeit der Fotografie.

 

Zusammen sind beide sehr machtvoll; ein offene Frage scheint zur Gänze beantwortet zu sein.

 

(Zitat aus dem Buch Der Augenblick der Fotografie / Erscheinungen / S. 94 von John Berger) 

 

DAS zu versuchen und die Entwicklung zu beobachten ist sehr verlockend.

 

Meine Bilder entstehen und da gibt es immer wieder solche, die für mich ganz besonders sind. 

Meine Texte werden entstehen durch daily Anregungen, mal aus dem Bauch, mal prägt das Leben, mal durch einer Headline, einem Wortfetzen ect.

 

Nun bringe ich Bild und Text, - vorerst nach Lust und Laune - mal mit Plan, mal durch ein Zufallsprinzip zusammen.

Ich schau wie es sich entwickelt und was passiert.

#10

Helle Welt

Wald

ein Feld - riesig

Pferde auf einer Koppel

ein See

eine graue Wand

S-Bahn-Station

.....

ich sehe.


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Eine kleine Erinnerung....

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# 9

Wetteraussicht

Kalt 

Minus 5 Grad 

gefühlt minus 7 

Aber trotzdem oder gerade deswegen

Warm-  weil

es kommt noch kälter 

alles eine Frage der Perspektive


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#8

weißinweißinweiß in weiß

Hohe Schneemassen soweit man sieht. Kein Land in Sicht.

 

Nur dunkle Astlinien und Fenster, eckigen schwarzen Löchern gleich konturieren meine Umgebung.

 

Flocke um Flocke setzt sich ab - manche wirbeln einfach in die Höhe und verdichten die Masse.

 

Fröhlich wirkt das Treiben nicht, eher unentschieden, planlos.

Das Geirre zu betrachten, läßt versinken, ich werde still, nachdenklich, ruhig.

 

Manchmal wünschte ich, es wären größere Flocken...


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# 7

Geplauder

Ohne Punkt und Komma - die Frau im Bus gegenüber.  Ich kann kann kaum den Blick von ihr wenden, kann ihr ungeniert beim monotonen Geplauder zusehen.

 

Wieviele Worte kommen aus dieser kleinen Person monoton textet sie und textet.

 

Manchmal kriegt die Stimme einen leichten Schwung nach oben. Italienisch.

 

Und weiter geht der monotone Singsang.... angenehm füllt sie die Busfahrt voll mit leisen Worten deren Menge und die Leidenschaftslosigkeit auf kein Thema schließen läßt... Leider muss ich sie verlassen. Ich muss raus

 

Einen kurzen Moment hänge ich noch in Gedanken  Jetzt wo wieder Raum wird....Wie lange wird sie noch weiterreden. Wie lange dauert ihre Fahrt.


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# 06

Im November

Eisiger Wind um die Ecke

Strahlende Sonne für die Haut

Maulwurfhügelweiche Wiese läd ein

und siehe da

Gänseblümchen

- im November - 


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# 04

Euphorie

 

... verfliegt einfach

 

ein Wort über das man nicht nachdenken sollte, sondern genießen Punkt

Jedes Wort mehr - zuviel


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# 03

Gesprächsfetzen

"... mit oder ohne?"

 

"Still!"


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# 02

Ich bin im Hotel

22.41 Whatsapp leuchtet auf "Ich bin im Hotel"

gibt es schönere Worte

22.47 ein kleiner Plausch (eher Textaustausch)

dem Kind geht es gut

22.55 Gute Nacht

nun kann ich auch schlafen gehen.


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# 01

Glücklich gefühlt

Glücklich gefühlt

Zwischen Edeka und Bücherei

mich gespürt

könnte schlimmer sein...


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